
Die CDU-Fraktion Brühl hat gemeinsam mit der SPD den Weg für die Anwendung des sogenannten Bauturbos in Brühl freigemacht. Die neuen Möglichkeiten sollen genutzt werden, um Wohnungsbauvorhaben schneller voranzubringen und zusätzliche Potenziale für neuen Wohnraum zu erschließen. Dabei bleibt für die Mehrheitskoalition klar: Beschleunigung darf nicht zu einem ungeordneten Bauen führen.
„Brühl braucht zusätzlichen und vor allem auch bezahlbaren Wohnraum. Deshalb wollen wir Möglichkeiten nutzen, mit denen gute Projekte schneller umgesetzt und unnötige Hürden abgebaut werden können“, erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Holger Köllejan. „Der Bauturbo kann dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Gleichzeitig behalten wir als Stadt in der Hand, wo und in welcher Form diese neuen Spielräume genutzt werden.“
Ein besonderes Augenmerk legt die CDU auf die Nachverdichtung in der Innenstadt und in bereits erschlossenen Bereichen. Dort können zusätzliche Wohnungen entstehen, ohne für jedes neue Vorhaben weitere Flächen am Stadtrand in Anspruch nehmen zu müssen. Bestehende Grundstücke, Baulücken und geeignete Gebäude sollen deshalb stärker in den Blick genommen werden.
Für Frank Pohl, Vorsitzender des Ausschusses für Planung und Stadtentwicklung, ist dabei die Balance zwischen mehr Tempo und einer geordneten Stadtentwicklung entscheidend: „Wir wollen Nachverdichtung ermöglichen, aber keinen gestalterischen Wildwuchs. Neue Wohnungen müssen sich auch künftig vernünftig in ihr Umfeld einfügen. Gerade in unserer Innenstadt müssen wir sorgfältig darauf achten, dass zusätzliche Bebauung und die gewachsene Struktur zusammenpassen.“
Die von CDU und SPD unterstützten Leitlinien schaffen hierfür den Rahmen. Sie ermöglichen es, die neuen gesetzlichen Spielräume für zusätzlichen Wohnraum zu nutzen und gleichzeitig die städtebauliche Qualität in Brühl zu sichern. Damit soll der Bauturbo dort zum Einsatz kommen, wo er tatsächlich hilft, schneller zusätzlichen Wohnraum zu schaffen.
Daniel Schönbauer – Pressesprecher der Fraktion