Kreuzberg bestätigt
18. Februar 2009
„Nein, aufgeregt bin ich nicht, aber ein bisschen angespannt schon", räumte Brühls Bürgermeister Michael Kreuzberg vor Beginn der CDU-Mitgliederversammlung am Donnerstagabend ein. Noch hatte er seine Rede nicht gehalten, noch hatte er das eindeutige Wahlergebnis von 94,4 Prozent zugunsten seiner Bürgermeisterkandidatur nicht eingefahren.
Aber Enkel Maximilian (5), der zur Unterstützung samt Mutter, Großmutter und Urgroßvater angereist war, hatte schon sintflutartige Tränenbäche angekündigt, für den Fall, dass sein Großvater nicht gewählt würde. Doch er musste keine einzige Träne vergießen: Michael Kreuzberg erhielt viel Zustimmung für seine Ideen, unter anderem Betriebskindergärten anzuregen. Er wies auf die notwendigen Konsequenzen aus dem demografischen Wandel hin und gab die Garantie, dass jedes Kind, - egal welchen Alters - das der Betreuung bedürfe, diese auch bekomme. Weil Schulen längst nicht mehr nur „Lernorte" sondern auch „Lebensorte" seien, hätten sich die Investitionen von insgesamt 22 Millionen Euro allein im Schulbereich als zukunftsweisend erwiesen. „Mir ist keine Stadt in der Region bekannt, die nur annähernd ein solches Investitionsprogramm vorzuweisen hat", so der Verwaltungschef.
In Bezug auf das Phantasialand hob er die positive Entwicklung der Übernachtungszahlen in Brühl hervor. Unter anderem trügen die Hotels „Ling Bao" und „Matamba" dazu bei. Jüngste Zahlen belegten für Brühl 300 000 Übernachtungen, 1999 seien es gerade einmal 77 400 gewesen. Viele Institutionen würden das „Ansinnen des Phantasialands, sich zum Kurzurlaubsziel entwickeln zu müssen", um sich am Markt behaupten zu können, „anerkennen". Bei der Lösung der konträren Interessen - gemeint ist die umstrittene Erweiterung - „muss einerseits der Existenz des Unternehmens Rechnung getragen, andererseits der notwendige Flächenverbrauch so gering wie möglich gehalten und zudem der erforderliche Ausgleich in und um Brühl gewährleistet werden", sagt Kreuzberg.





